Antifa-Spaziergang in Ludwigshafen
Am Samstagnachmittag, dem 15.März 2008 führten etwa 30 AntifaschistInnen einen Antifa-Spaziergang in Ludwigshafen durch. Ziel war die öffentliche Thematisierung rechter Strukturen und Ideologie sowie das Entfernen bzw. Überkleben von Nazi-Propaganda. Der Spaziergang führte durch die Innenstadt und den Stadtteil Süd, wo hunderte Flugblätter verteilt und Nazi-Aufkleber und Schmierereien überklebt wurden. Der Stadtteil Süd ist besonders beliebt bei Nazis, die dort teilweise wohnen und sich in rechtsoffenen Kneipen treffen.
Antifa-Spaziergänge sind eine Aktionsform, die AntifaschistInnen besonders in der Rhein-Neckar-Region als Alternative zu angemeldeten Demonstrationen oder Kundgebungen sehen. In Grünstadt fand 2007 ein Spaziergang statt, der für aufgeheizte öffentliche Diskussionen sorgte. In Ludwigshafen kostet die Anmeldung einer Versammlung ca. 80 Euro Verwaltungsgebühren. Darüber hinaus kam es in der jüngeren Vergangenheit zu skandalösen Strafbefehlen gegen AnmelderInnen, denen Verstöße gegen Auflagen durch die TeilnehmerInnen vorgeworfen wurden (so z.B. in Karlsruhe und Pforzheim). Zudem kommt es immer wieder zu Kontrollen und Schikanen durch die Polizei. In Ludwigshafen wurden wiederholt TeilnehmerInnen bei antifaschistischen Veranstaltung kontrolliert, verhaftet und verprügelt. Sich bewusst staatlicher Kontrolle zu entziehen ist daher die logische Folgerung.
Die TeilnehmerInnen sahen den Spaziergang als Erfolg: “Immer wieder kleine Aktionen machen, die Nazis ins Licht der Öffentlichkeit zerren und sich dabei nicht auf Spielchen mit den Bullen einlassen. Das muss Teil einer kontinuierlichen Antifa-Politik sein“, kommentierte eine Teilnehmerin.











Tja und schon wurde meine etwas hart Formulierte Stellungsnahme bezüglich meiner Frage - Warum ich gemieden werde von der Antifa auf Indymedia gelöscht.